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Zwangsräume

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Zwangsräume

Antisemitische Wohnungspolitik in Berlin 1939–1945

Ab 1939 musste fast die Hälfte der jüdischen Bevölkerung Berlins ihre Wohnungen verlassen und umziehen. Jüdinnen:Juden wurden als Untermieter:innen in Wohnungen eingewiesen, in denen bereits andere jüdische Mieter:innen lebten. Zumeist waren die Zwangswohnungen der letzte Wohnort vor ihrer Deportation und Ermordung. Ein partizipatives Projekt hat die Geschichte dieser Zwangsräume untersucht.

Es gab mindestens 791 Häuser mit Zwangswohnungen

Ausgewählte Hausgeschichten erzählen davon, wie die Einweisung in die Zwangswohnungen ablief, unter welchen Bedingungen Jüdinnen:Juden darin lebten und wie die Wohnungen nach den Deportationen aufgelöst wurden.

Zu den Häusern Download Stadtplan

29.05.2024

  • Spaziergang
  • Gespräche
  • Vorträge

Zwangsräume goes re:publica

Wir spazieren von der re:publica zu einem der früheren Zwangsräume in der nahe gelegenen Hornstraße 23. Die Geschichte dieses Hauses wurde neben vielen anderen erforscht und ist Teil unserer …

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Kernpunkte der Forschung

  • Schon vor 1939 wurden jüdische Mieter:innen diskriminiert. So beschlossen Berliner Wohnungsbaugesellschaften bereits 1936, keine jüdischen Mieter:innen mehr aufzunehmen.

  • Ab 1939 musste fast die Hälfte der jüdischen Bevölkerung Berlins vor der Deportation umziehen. Jüdinnen:Juden, die zuvor in Randbezirken lebten, wurden in Mietshäusern in der Innenstadt konzentriert.

  • Die gesetzliche Grundlage für die Entstehung der Zwangswohnungen war das „Gesetz über Mietverhältnisse mit Juden“ vom 30. April 1939.

  • In Berlin gab es mindestens 791 Häuser, in die Jüdinnen:Juden zwangsweise einziehen mussten.

  • Diese Häuser wurden nicht ausschließlich von Jüdinnen:Juden bewohnt, waren aber in der Regel in jüdischem Eigentum. Die nichtjüdischen Bewohner:innen wurden Zeugen der Not und der Verfolgung ihrer jüdischen Nachbar:innen.

  • Verschiedene Akteur:innen – von der Hausmeisterin bis zum Finanzbeamten – waren an der Entmietung und Einweisung jüdischer Mieter:innen in Zwangswohnungen beteiligt. Die zentrale Instanz war der Generalbauinspektor Albert Speer im Rahmen des „Germania“-Projekts.

  • Häufig mussten einander unbekannte Personen in einer Wohnung zusammenleben. Innerhalb der Wohnungen gab es oft zahlreiche Mieter:innen-Wechsel. Dadurch war die Wohn- und Lebenssituation der Jüdinnen:Juden von extremer Unsicherheit geprägt.

Zum Kontext

Zeitleiste

Die antisemitische Wohnungspolitik entwickelte sich parallel zu anderen Maßnahmen der Nazis zur Verfolgung von Jüdinnen:Juden.

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